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Wie Sie ihre alten Fotos online restaurieren

Wie Sie ihre alten Fotos online restaurieren

Viele von uns bewahren ihre alten Familienfotos in Kisten oder Schubladen auf. Was aber, wenn die alten Fotos, Anzeichen einer Vergilbung aufweisen, das Motiv zerkratzt oder das Foto leicht unscharf oder verschwommen wirkt? Wie kann man diese Fotos am besten lagern und wie kann ich diese online restaurieren.

Warum nimmt die Qualität alter Fotos ab?

Es gibt viele verschiedene Arten der Beschädigung bei analogen Fotos.  Hauptursache sind aber vor allem Umweltfaktoren, welche sich recht einfach vermeiden lassen. Temperatur, Feuchtigkeit und Lichteinstrahlung sind die häufigsten Ursachen für die Verschlechterung ihrer Fotos. Auch Öle, Staub und Schmutz schaden ihren Fotos. Bei stark wechselnden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, kann sich das Bild vom Papier lösen. Daher sollten sie eine Lagerung in feuchten Räumen, wie z.B. Keller, meiden. Finden sie einen Raum mit gleichbleibender Luftfeuchtigkeit und nicht allzu großen Temperaturschwankungen.

Direkte Lichteinwirkung meiden

Sind ihre analogen Fotos der direkten Lichteinstrahlung ausgesetzt, so werden diese langsam vom Sonnenlicht ruiniert. Des Weiteren entsteht durch das Sonnenlicht eine Vergilbung auf ihren Fotos. Um dies zu vermeiden, sollten sie ihre Fotos immer an einem dunklen Ort, in einer geeigneten Kiste, ohne direkter Sonneneinstrahlung, aufbewahren.

Geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten sind extra gefertigte Fotoboxen oder einfache Fotoalben. Achten sie bei den Alben darauf, dass das Papier Lignin- und Säurefrei ist.

Online Fotorestaurierung

Familienalben geben uns die Möglichkeit, uns an die fast vergessenen Zeiten zu erinnern und erwachen zu neuem Leben, sobald man dieses Album öffnet. Wir behalten diese Erinnerungen für den Rest unserer Tage bei uns und werden nicht nur nostalgisch, sondern sie bringen uns genau an diesem Zeitpunkt, dieser goldenen Tage zurück.

Sind ihre Fotos jetzt schon beschädigt oder unscharf? Inzwischen gibt es hilfreiche Apps die deine alten Fotos digitalisieren und die Qualität aufarbeiten.

alte Berufe - altdeutsche Berufsbezeichnungen

Köllmer

Bei der Berufsbezeichnung Köllmer handelt es sich um Freibauern im 16. Jahrhundert, die mit besonderen Vergünstigungen nach dem Kulmer Recht arbeiteten. Dafür waren sie jedoch zu gewissen Werksdiensten verpflichtet waren. Benannt ist der Beruf nach dem Oberhof Kulm in Westpreußen.

Das Kulmer Recht (auch: Kulmisches Recht) ist ein mittelalterliches Stadt- und Landrecht. Es beruht auf der Kulmer Handfeste, die am 28. Dezember 1233 vom Hochmeister des Dt. Ordens erlassen wurde und zunächst das Magdeburger Stadtrecht in Kulm einführte. Sein Geltungsbereich dehnte sich allmählich über den größten Teil des Ordenslandes, später auch auf viele polnische Städte aus.

Die Schöffen des Kulmer Oberhofs waren für Danzig, Königsberg und andere Städte im Kulmer Land zuständig. Der dreizehnjährige Städtekrieg (1454-1466) nahm ihm die Stellung des Oberhofs. In Ostpreußen galt das Kulmer Recht bis 1620, in Westpreußen bis zur Einführung des Preußischen Allgemeinen Landrechts 1794, in Danzig noch bis 1857.

Historische Datumsangaben in Kirchenbüchern

Historische Datumsangaben in Kirchenbüchern

In alten Kirchen büchern findet man häufig lateinische Einträge, die das Datum der Taufe, Eheschliessung oder des Begräbnisses beschreiben. Mittels Kirchenkalender wurden in früheren Zeiten die entsprechenden Datumsangaben festgehalten. Nachfolgend sind einige der häufig verwendeten Einträge aufgeführt.

pridie (adv.) [lat] - am vorhergenden Tage

Kostschäfer

Kostschäfer

Kostschäfer waren Hirtenknechte, die auf Kost und teilweise Logis, also gegen Verpflegung, aber (normalerweise) ohne Entlohnung bei einem selbständigen Schäfer oder Gutsschäfer arbeiteten. Teilweise erhielten sie auch die Erlaubnis, ihre eigenen Schafe in der Herde mitzutreiben.

Fehlender Name der Mutter in evangelischen Kirchenbüchern

In evangelischen Kirchenbüchern trifft man, speziell im 17. und 18. Jahrhrundert ab und an auf Einträge, in denen der Name der Mutter des getauften Kindes nicht zu finden ist.

Die Pfarrer waren damals als Amtspersonen (tatsächlich nahmen sie eine Doppelfunktion wahr) angehalten, die Amtshandlungsregister ordnungsgemäß zu führen. Die Art und Weise der Führung wurde vorgegeben. Man findet solche Hinweise und innerkirchlichen Verordnungen hin und wieder in den Kirchenbuchregistern.

Jeder Pfarrer hatte anderererseits einen persönlichen Stil der Amts- und Kirchenbuchführung.
In einer Vielzahl von Taufregistern, insbesondere des 17. Jh. werden die Mütter nicht oder aber nur mit den Vornamen erwähnt. Es ist hierbei zu berücksichtigen, das Frauen als nicht rechtsfähig galten und deren Rolle und Funktion gesellschaftlich definiert war.

Anfang/Mitte 18. Jh. setzen gesellschaftliche Veränderungsprozesse ein, die sich letztlich auch auf die Führung der kirchl. Amtshandkungsregister auswirken.

Viele Pfarrer insbesondere in kleineren Kirchengemeidnen damals zur Existenzsicherung auch selbst Nebenerwerbslandschaft betrieben. Einfach weil die Einkünfte zum Lebensunterhalt nicht reichten (eine Pfarrerbesoldung war in der Tendenz eher unbekannt, wenn man von einzelnen Ausnahmen absieht).
Eine Vereinheitlichung un der Führung von Kirchenbüchern setzte erst Ende 18. Jh./Anfang des 19. Jh. ein und selbst dann gab es noch Abweichungen.

Altdeutsche und lateinische Monatsnamen

In Kirchenbüchern der evangelischen und katholischen Kirchspielen finden sich immer wieder altdeutsche und lateinische Bezeichnungen für Monatsnamen. Nachfolgend haben wir eine Übersicht der gängigen Bezeichnungen zusammengestellt:

Januar Hartung, Jänner
Februar Hornung, Feber
März Lenzing, Lenzmond
April Ostermond, Wandelmonat
Mai Wonnemond, Maien
Juni Brachet, Brachmond
Juli Heuert, Heumond
August Ernting, Ährenmonat
September Scheiding, 7bris, septembris
Oktober Gilbhart, Weinmonat, 8bris, octobris
November Nebelung, Windmonat, Nebelmonat, 9bris, novembris
Dezember Julmond, Heilmond, Christmond, Dustermonat, 10bris, xbris, decembris

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen sind auf folgender Webseite von Genealogy zu finden.

Guhrau - evangelische Kirchenbücher

Guhrau - evangelische Kirchenbücher

Forschungen zum Verbleib der evangelischen Kirchenbücher in Guhrau

 

Die Bücher wurden Mitte Januar 1945, während des letzten Konfirmandenunterricht, in den Katakomben unter der Kirche, die noch vom vorher dort stehenden Rathaus stammen sollen, versteckt. Die Einlagerung wurden vom Pfarrer Schmidt veranlaßt. Dazu stiegen einige Konfirmanden über eine Leiter in eine Lucke ein. Drei Jungen standen auf der Leiter und gaben die Bücher nach unten. Die Lucke soll mind. 1,60 m tief gewesen sein und befand sich im Inneren der Kirche in Höhe der Apotheke. Unten stand in einem Gang ein sehr langer (4-5m) Tisch, auf dem die Gegenstände abgelegt wurden. Zusätzlich sollen noch eine Sattlermaschine und weitere Kirchendokumente dort versteckt worden sein. Nach der Einlagerung wurde die Lucke verschlossen und der Schacht darüber wurde mit Erde verfüllt, der sich aber durch seine Farbgebung von der Umgebung absetzte. Im Mai 1945 sah Herbert Linz den zugeschütteten Eingang unversehrt.

 

Pfarrer Schmidt, der diese Einlagerung veranlaßte, verließ Guhrau am 22.1.1945. Er wohnte in Bautzen als Flüchtling bis April 1945. Er bekam die Seelsorge der Flüchtlinge in der Stadt übertragen. Nach der Räumung von Bautzen erlebte er das Kriegsende in Lauenstein im Erzgebirge. Der Versuch, wieder nach Schlesien zurückzukehren, mißlang, da er die Neiße in Görlitz nicht übertreten konnte. Nach 6wöchigen Warten kehrte er nach Bautzen zurück und übernahm eine Pfarrerstelle. Er starb in Bautzen am 25.12.1970. Nachdem ihm die Zerstörung der Kirche bekannt wurde (also nach 1966), übergab er den Kirchenschlüssel und das Kirchesiegel, die er auf der Flucht mitgeführt hatte, dem Konsistorium in Görlitz. Allerdings seien weder Schlüssel noch Siegel in Görlitz auffindbar. Auch sonstige Unterlagen sind weder dort noch an seinem späteren Wirkungsort, Bautzen, im Landeskirchenarchiv Sachsen in Dresden sowie in der Ostdokumentation im Bundesarchiv Bayreuth bekannt. Nach dem Krieg soll Kontakt zur katholischen Kirche in Guhrau aufgenommen worden sein mit der Bitte, nach den evang. Kirchenbüchern zu sehen. Eine Antwort wäre nie gekommen. Im Juni 2000 antwortete der junge katholische Pfarrer, er weiß von nichts.

 

Artikel aus der „Guhrauer Kreiszeitung“ Nr. 8/2000

 

Nach Auskunft einiger Konfirmanden, die im Jahre 1945 in Guhrau konfirmiert werden sollten, liegen in den Katakomben der ehem. ev. Kirche am Markt, die Kirchenbücher aus dem Pfarrhaus. Pastor Schmidt hatte die Buben kurz vor der Vertreibung beauftragt, die Bücher in die Gewölbe unter der Kirche zu bringen. Es ging eine verdeckte Treppe dorthin.

Da die Kirche erst bei den Russen, dann bei den Polen als solche keine Verwendung gefunden hat, wurde das Gestühl als Brennholz und der leere Gottesraum als Lagerhalle für Kleidung, später für Getreide und Futtermittel benutzt. Das Gebäude selbst verfiel allmählich und wurde ca. 1966 abgerissen. Der Untergrund ist dabei nicht zerstört worden.

Es bot sich an, nachdem sich die Polen nicht mehr so feindlich uns gegenüber zeigen, daß wir in Gemeinschaftsarbeit nach den verbliebenen Dokumenten suchen. Ein guter Freund aus Lissa von Herbert Linz, ehem. Konfirmand, hat Interesse an den Nachforschungen und konnte durch seine guten Beziehungen zur Wojewodschaft Breslau und dem dortigen Kulturamt unseren Plan in die Wege leiten, der dann auch offiziell genehmigt worden ist. So fuhr auf Einladung eine Delegation von uns Anfang Juni nach Guhrau. Auch die Herren von den Ämtern aus Breslau und Lissa, der Oberstaatsanwalt und das Fernsehen waren mit uns und dem Initiator Stanislaw aus Lissa pünktlich eingetroffen. Aber „buddeln“ durften wir noch nicht, denn es war am Wochenende die 700-Jahrfeier der Stadt Guhrau. Das wußte man vorher nicht einmal in Breslau. So wurde unsere Aktion um 6 Tage verschoben. Standort- und Elektromessungen sind aber inzwischen durchgeführt worden.

 

Am Montag ging dann die Arbeit los. Vorerst wurde mit einer Sonde eine Kamera heruntergelassen, um zu sehen, ob man überhaupt einsteigen kann. Über Monitor konnten wir eine völlig intakte Ziegelmauer und die wunderschönen Gewölbe sehen. Also wurde ein Loch ausgebaggert, und über eine Leiter sind vier Mann eingestiegen. Leider sind sie nicht an die Stelle gekommen, wo die Bücher - wahrscheinlich unversehrt - liegen, da die Einstiegsstelle ungenau beschrieben worden ist. Um an die richtige Stelle zu kommen, hätte man unten eine Mauer durchbrechen müssen, die von einem großen, schweren Steinhaufen versperrt war. Von Hand war dieser nicht zu entfernen. Leider hat man dann unverrichteter Dinge alles wieder zugemacht. Warum man am nächsten Tag nicht noch einmal näher am früheren seitlichen Eingang, wo die Treppe war, gesucht hat, weiß ich nicht. Es waren schließlich drei Tage für diese Arbeiten vorgesehen. Als ich mit dem Breslauer Kulturrat darüber sprach und meinte, daß die vielen Aufwendungen auf diese Weise doch umsonst waren, sagte er: „Für den polnischen Staat ist es sehr wertvoll, jetzt zu wissen, daß da unten die Katakomben existieren und unbeschädigt sind. Wir werden das den Archäologen weitergeben.“

Vielleicht kommen die dann an unsere Dokumente? Es sollte sich jemand Kompetentes von uns Guhrauern darum kümmern!

Als Delegierte waren anwesend: Herbert Linz, Fritz von Zobeltitz mit Enkel, Hubertus von Lucke, Luzie ? aus Osten, Gisela Weisheit. Bärbel Blumenschein geb. Schmidt mit Ehemann haben wir von Guhrau aus abbestellt wegen Erfolglosigkeit.

 

Aus dem Bericht zum 25. Bundestreffen des Kreises Guhrau vom 15. bis 17.9.2000 in „Guhrauer Kreiszeitung“ Nr. 10/2000:

 

„Im Anschluß an die Begrüßung wurde der im Programm angekündigte und mit Spannung erwartete Videofilm über die Ausgrabungsversuche auf dem Guhrauer Marktplatz und die 700-Jahrfeier der Polen in Guhrau im Jahr 2000 vorgeführt. Herbert Linz, Altguhrau, gab zunächst eine Einführung über den Anlaß und die Vorbereitungen für die Grabungen auf dem Platz der in den sechziger Jahren abgerissenen ev. Kirche. So manche Gespräche mit den polnischen Behörden waren erforderlich. Auch das polnische Fernsehen war zugegen. In der Augustausgabe der Heimatzeitung ist darüber berichtet worden. Leider wurde in dem noch gut erhaltenen Untergrund der ev. Kirche nichts mehr gefunden. Wie Herbert Linz versicherte, sind die Nachforschungen nach den verschollenen Dokumenten, Kirchenbüchern, Altargeräten etc. aber keineswegs abgeschlossen. Ebenso ist ein großer Teil des vorhandenen Filmmaterials noch nicht ausgewertet. Wer Interesse daran, bzw. an dem vorgeführten Videofilm hat, möchte sich an Herbert Linz in Pforzheim, Im Hasenacker 14, wenden.“

 

Dieser Film berichtet über die Grabung auf dem Marktplatz von Gora. Der Marktplatz ist ein kleiner Park mit viel Grün, einigen Bänken und einem Denkmal in der Mitte des Platzes. An einer Ecke, vor der Apotheke, wurden Messungen durchgeführt und danach eine Stelle bestimmt, wo der Beginn der Grabungen sein sollte. Dort wurde auf einer Länge von etwa 5-7 Metern der Rasen abgetragen. In etwa 1 m Tiefe stieß man auf Ziegelsteine, die zu einem unterirdischen Gang gehörten, der parallel zur langen Seite des Platzes verlief. Zuerst wurde ein Loch von etwa 5cm Durchmesser gebohrt, durch welches eine Kamera heruntergelassen wurde. Die Bilder zeigten einen Gang, der nach etwa 4-5 m in jede Richtung durch Schutt versperrt war. Es war aber auch ein Seitengang zu sehen. Deshalb wurde ein größeres Loch in die Decke des Ganges gebrochen, um mit einer Leiter einzusteigen. Der Seitengang führte in die obere Richtung, war aber auch nach etwa 1 m durch Schutt versperrt. Dieser Gang soll nach Aussage von Herbert Linz, der Schacht gewesen sein, durch den man 1945 die Dokumente in die Katakomben brachte. Da nichts gefunden wurde, wurde das Loch geschlossen, mit Erde wieder aufgefüllt und das äußere Erscheinungsbild wiederhergestellt.

Nach alten Foto´s war die Mauer auf dieser Seite in Höhe der Eingangstür des Hauses rechts neben der ehem. Sparkasse. Somit wäre der Grabungspunkt richtig gewesen. Der Schutt, der den Gang in beide Richtungen und den Gang nach oben blockierte, wird wohl vom Abriß der Kirche stammen. Somit sind die Kirchenbücher entweder vorher entdeckt oder unter dem Schutt begraben worden. Der Schutt könnte aber noch vom Abriß des alten Rathauses (zwischen 1759-1765) stammen. Dann wäre zwar der Ort in etwa richtig, aber die Grabung ist auf einen anderen unterirdischen Gang gestoßen.

Quelle

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