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Details

Nach über 30-jähriger genealogischer Forschung begann Stoye Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich, seine Ergebnisse zu fixieren und bei der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V. (damals Sitz Marburg, jetzt Leipzig), der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer und an anderer Stelle zu hinterlegen. Mit diesen Arbeiten, die in Band 42 der Schriftenreihe Stoye zusammengefaßt und um Arbeiten anderer Familienforscher ergänzt wurden, trug er zum Verständnis der persönlichen Hintergründe vieler mitteldeutscher bekannter Persönlichkeiten bei.

Die Stiftung wurde durch das testamentarische Vermächtnis des Apothekers Rudolf Albert Julius Stoye aus Speyer (26.11.1898 – 3.1.1969) errichtet. Seine Vorfahren waren über Jahrhunderte als Bauern und Gutsbesitzer in Anhalt ansässig und durch viele Seitenlinien mit geschichtsprägenden Familien wie Wendelin, Melanchthon, Cranach, v. Gneisenau oder dem anhaltinischen Fürstenhaus verbunden, aber auch mit Bürgern, die für ihre Gemeinwesen Verantwortung übernahmen wie Ratsherren- und Bürgermeisterfamilien in Zerbst, Aschersleben oder Stendal.

ART:
Datenbank, Verlag

Datenbanken

Familienforscher auf der ganzen Welt sammeln genealogische Daten.
Wenn diese in Form von Datenbanken öffentlich zur Verfügung stehen, können Forscherkontakte hergestellt werden. Man kann Daten austauschen und Doppelarbeit vermeiden.

Landesgeschichte und Auswanderung

Viele Ahnenforscher sind auf der Suche nach der Geschichte ihrer Vorfahren und damit nach Informationen über familiengeschichtliche Themen zur Landesgeschichte und Auswanderung.
Das Sammeln der reinen Daten ihrer Vorfahren ist hier nur der erste Schritt um noch mehr über die geschichtlichen Hintergründe und Zusammenhänge zu erfahren. In vielen Familien sind Vorfahren nach Amerika oder Australien ausgewandert.
Hier helfen Datenbanken, Schiffslisten und Informationen allgemeiner Art zum Thema Auswanderung weiter, die Spur der ausgewanderten Vorfahren zu verfolgen.

Ahnenforschung

Die Menschen, denen wir unser Dasein verdanken – unsere Vorfahren – haben größtenteils unter heut­zutage kaum noch vorstellbaren Bedingungen gelebt, gearbeitet, gekämpft, gelitten und sich natürlich auch des Lebens erfreut!

Leider kann sich die Geschichts- und Ahnen­forschung fast nur ausschließlich mit den Spuren befassen, die von den wenigen Oberschicht- und Mittelschicht­angehörigen (Herrscher, Geistliche, Dichter, Militärs oder heraus­ragende Wissen­schaftler und Beamte) hinterlassen wurden. Über das Wohl und Wehe oder das Alltagsleben der vermutlich 95% der "einfachen Menschen" in den verschiedenen Regionen wissen wir meistens nur sehr wenig.

Rückblickend versinkt der Großteil unserer Vorfahren, spätestens sobald ihre Grabmale entfernt wurden, im Dunkel der Geschichte. Unsere Erinnerungen, an die uns unmittelbar voraus­gegangenen Ahnen­generationen, erlöschen dann mit dem Ende unseres eigenen Lebens.

Mit den heute verfügbaren Datenübertragungs-, Datenverarbeitungs- und Datenspeicher­möglich­keiten, aber auch mit den inzwischen zugänglichen Erkenntnissen der Geschichts-, Bevölkerungs- und Namens­forschung, sowie der Archäologie bietet sich der jetzt lebenden Generation allerdings ein spürbar gewachsenes Potential an Möglichkeiten, mehr Einblicke in die Welt unserer Ahnen zu gewinnen.

Unter Nutzung dieser Möglichkeiten, und dabei vor allem durch die systematische Auswertung von zum Teil Jahrhunderte alter Dokumente, kann man den Versuch unternehmen, einen Überblick über das Leben der eigenen Vorfahren zu verschaffen.

 

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